Art x Travel | Documenta (14) Stadt Kassel

Hallo ihr Lieben!

Am Fronleichnam Wochenende ging es dann mit meinem Uni Fotografie Jahrgang nach Kassel, zur Documenta 14. Tatsächlich habe ich auch mal das Glück, in den Genuss des Fronleichnam Feiertags zu kommen, da es diesen -im Gegensatz zu Berlin- auch in NRW gibt. Yeah! :D
„Leider“ nicht gut genug genutzt, aber eigentlich auch wiederum sehr cool, dass unsere Professorin überhaupt organisiert mit uns nach Kassel gefahren ist. 

Documenta14 Logo

Also trafen wir uns am frühen Morgen -um 8 Uhr- am Essener Hauptbahnhof und nahmen den verabredeten Zug, fast alle zusammen. Es gibt doch immer irgendwie Leute die es nicht schaffen. Das war schon so auf Klassenfahrten, Studienfahrten und wir wohl auch immer so bleiben! :D 
Nach drei Stunden erreichten wir Kassel und die einzelnen zugeordneten Gruppen bezogen ihre Airbnb Häuser. Danach bestellten wir uns Pizzen und unterhielten uns. Während wir eine gute Stunde auf die Pizzen warteten, schnitt die eine der anderen die Haarspitzen. Nachdem wir gegessen hatten, wurden auch unsere Rucksäcke abgeholt (von der Mutter der hier wohnenden Kommilitonin) und wir gingen allmählich los um uns wieder mit den anderen in der Stadt zu treffen.

Unterhaltungen vor dem Haus, ©Marie Laforge
Haare schneiden.., #a

Als erstes besuchten wir die außen Bereichen der Documenta. Die sind frei zugänglich und überall um den Hauptplatz und Park verteilt. Wir trafen uns zusammen auf den Stufen vor dem Parthenon aus Büchern, das Wahrzeichen der Documenta in Kassel. Es symbolisiert außerdem den Zusammenhang der beiden Documenta zwischen Athen und Kassel, da es ja auch Maßstabsgetreu zum Parthenon in Athen gebaut wurde. 
Parthenon, ganze Ansicht
Details
Anschließend guckten wir uns die „Abwasserrohre“ an. Die fand ich neben dem Parthenon eines der besten Kunstwerke (nicht nur draußen). Sie stellen eine Wohnung, bzw. das Leben in Rohren da. Neben einem Bad, einer Küche und einem Schlafzimmer, gibt es auch ein Wohnzimmer, eine Bar, ein weiteres Bad, Gästezimmer, Arbeitszimmer und Lesezimmer.

Überblick
Arbeitszimmer

Bücherzimmer

Bad (mein absoluter Favorit)

Wohnzimmer

Folgend ging es daneben zu „Landschaft im Dia“. Ein Rahmen um die Landschaft dahinter zu fotografieren. Erinnerte mich an einen riesigen Selfiestick mit umgedrehter Funktion.



Danach liefen wir durch den Aue Park, an einem rollenden Kunstwerk vorbei, auf eine Brücke mit an der Seite Lautsprecher mit verschiedenen Tönen errichtetes Kunstwerk im Fluss. Ein bisschen gruselig, aber auch sehr interessant. 


Aue Park mit Fluss
Aue Park

Dann gingen wir zu verschiedenen Holzgerüsten, die mir nicht so sehr zu sprachen und als kurze Pause bzw. Filme gucken in die Kunsthochschule von Kassel. Erfrischt gingen wir zurück durch den Aue Park und guckten uns am Ende noch „die Mühle des Blutes“ an.
Zum Abschluss des Tages fuhren und liefen wir noch hinauf zum Herkules, das Wahrzeichen von Kassel. 
Fertige Kunststudenten warten auf die Tram.. #a
Dort genossen wir den Ausblick über die Stadt, die kühlere Luft und die Pause. 
Ausblick

Danach „mussten“ wir nur noch zu dem Zuhause der hier wohnenden Kommilitonin gehen, denn sie hatte uns alle zum grillen bei sich Zuhause eingeladen. Das Haus lag aber erst am Ende des Feldes, über das wir erstmal drüber stapften, vorbei am „Teich“, der eher wie ein See wirkte, über den Berg vor ihrem Haus um nochmal einen schönen Ausblick zu genießen, zu dem Haus ihrer Eltern. 

Auf dem Weg, Richtung Haus schauend

Auf dem Weg, Richtung Herkules schauend

Der "Teich"

Als wir bei ihr im Garten ankamen, war der Grill bereits am laufen. Einige halfen dann wo sie nur konnten, andere (die meisten) ruhten sich aber erstmal aus. Zumindest bis das erste fertige Essen auf den Tisch gestellt wurde. Denn dann auf einmal bildete sich eine Schlange am Nudeln mit Tomatensauce - Kochtopf. Als dann auch der Nudelsalat, Brot und „Kräuterbutter“ auf die Tische kamen, nahmen sich alle etwas. Nach einiger Zeit -alle hatten immer noch hunger- kam dann auch das Grillfleisch oder Grillgemüse dazu und jeder bediente sich fröhlich. Als ich die sogenannte Kräuterbutter, die eher einem Aufstrich à la Tomatencreme entsprach, probierte, war ich nur noch hinweg und sehr süchtig nach ihr (Kräuterbutter). :D Dazu gab es viel Wasser, Bier oder Wein. Es wurde so gut wie den ganzen Abend gegessen, lustige und interessante Gespräche geführt. 

Äääässöööön! ©Marie 
Wir wanderten zwischen draußen auf der Bank oder im stehen und drinnen auf der Couch oder auf dem Boden. Als dann auch noch ein Gewitter heranzog, waren wir „Stadtkinder“ alle hin und weg von diesem faszinierenden Himmel und auch ich von den Socken, wie schnell solche Gewitterwolken sich bewegen, sodass ich sogar ein Video darüber gedreht habe. :D 

Gewitter Wolken
Himmelliebe

Zum Glück zog das Gewitter aber mehr oder weniger an uns vorbei, dass es nur wenig regnete und wir bald wieder draußen sitzen konnten. 

Regenbogen nach dem Gewitter
Als es dann später wurde, fuhren die ersten nach Hause und um 23:00 waren dann alle aus dem Haus, außer wir drei, die hier übernachtenden. 
Wir räumten noch die Reste auf und gingen dann auch zu Bett.

Am nächsten Morgen standen wir rechtzeitig auf, frühstückten und trafen uns dann schon wieder um 09:00 morgens an der Neuen Galerie. Alle waren eigentlich so gut wie pünktlich und so wurden uns die Zwei-Tages-Tickets ausgeteilt und wir gingen alleine (ohne Gruppenzwang) ins Museum. Dort gefiel mir eigentlich die erste Vorstellung von der Künstlerin „Otobong Nkanga“, nicht von ihr selbst vorgestellt, aber von einer sehr kompetenten, freundlichen und hilfsbereiten Frau. „Die Künstlerin Otobong Nkanga hat es sich zum Ziel gesetzt, die komplexen Schichten der von Natur und Menschen hinterlassenen Spuren zu durchdringen.“ (Zitat von der Documenta 14 Seite, hier findet ihr mehr darüber.) 



Außerdem fand ich die Arbeit „Real Nazis“ von Piotr Uklański ziemlich beeindruckend und interessant. Diese vielen Nazi Portraits auf einem Fleck, dieses Konstrukt, diese Extreme alle an einer Wand zusammengeführt. 
Der Rest des Museums war auch spannend, aber nichts was ich hier nochmal ausführlich heraus schreiben muss oder möchte. 
Als nächstes machten wir eine Mittagspause in der Innenstadt, sodass sich jeder etwas holen konnte, worauf er/sie Lust hatte. 
Danach ging es nur noch zu kleineren Museen. Erst in die Grimmwelt und Weinberg-Trassen, in diesem Ausstellungsort hat mir die Werke von Tom Weidmann Freud über die verschiedenen Kinderbücher in verschiedenen Sprachen am besten gefallen. Aber auch die Tonaufnahmen „Lost and Found“ von Susan Hiller sehr gefallen. Sie enthielten tote und wiedergefundene Sprachen und es wurden Beispielsätze zu jeder Sprache abgespielt. Darunter fiel auch Maori und das war eine riesige, aber wunderschöne Rückblende für mich.
Zum Abschluss dieses Museums ging es ins auf die Trassen herauf und wir genossen den Ausblick auf Kassel von einer anderen Seite.

Spiegelungen

Ausblick
Als vorletztes für diesen Tag ging es ins Museum für Sepulkralkultur, in der mir der Documenta Ausstellungsteil so überhaupt nicht zusagte und ich diesen Miniteil auch für ein bisschen überflüssig fand. 
Als allerletztes gingen wir ins Naturkundemuseum. Dort gab es eine wirklich gute fotografische Streetphotography Arbeit, die mich sehr fasziniert hat. Dies war dann tatsächlich ein guter Abschluss dieses doch sehr langen Tages.
Als einige von uns (inkl. Mir) draußen warteten, fiel mir nochmal der rauchende Turm ins Auge:

Rauchender Turm, #a
Am Samstagmorgen trafen wir uns wieder um 09:00, diesmal an der Neuen Neuen Galerie (Neue Hauptpost) in der Nähe vom Hauptbahnhof. Beim hinein kommen in die Halle, blieb mir erstmal ein bisschen der Atem weg. Es ist riesig dort drin, mit verschiedenen Abgrenzungen, einer lange und großen Wand durch den Raum als Trennung gezogen. Der Raum variierte zwischen Lichtanimationen, Berichten, bemalten Wänden die Geschichten erzählen und Filmen. 


In der obersten Etage gab es dann eine umgestaltete Mensa in ein nettes, aber sehr teueres Café.


Außerdem fand dort aus noch eine Vorstellung statt, aber nicht gerade dann als ich dort oben war. 
Details, #a

Also ging ich wieder einen Stockwerk hinunter (auf einer anderen Seite) und kam in meinen Lieblingsraum. Mit vielen architektonischen schwarz-weiß Fotografien von Ulrich Wüst. Meine absoluten Favoriten sind folgende:



Lange Begutachtung, #a
Das war auch die letzte Ausstellung in diesem „Museum“ und anschließend kaufte ich mir den Documenta Merchandise Beutel mit der Documenta Eule drauf. Da ich ja eine Beutelliebhaberin bin und Eulen auch toll finde, passt er perfekt zu mir. :)

(Bild aus dem Internet)
Anschießend warteten wir wieder ewig auf die langsamen und es kamen immer mehr Kommilitonen von mir und warteten mit uns. Eine Freundin von mir und ich waren auch zwischendurch beim Bäcker, da wir beide extremsten Hunger und leichte Langeweile hatten.
Nachdem alle herausgekommen waren, gingen wir auch alle zu dieser Bäckerei, denn auch andere hatten Hunger. Danach sind nicht mehr alle mitgekommen, aber wir waren trotzdem noch recht viele und gingen zur Documenta Halle. 
Dort war es ähnlichen Arten der Ausstellungsweisen wie in der Neuen Neuen Galerie. 

Ankunft, #a
Am spannendsten war hier die größte und höchsten Halle, mit den Musikinstrumenten die in Wracks von Holzboten gebaut wurden, von Guillermo Galindo und einfach von der Decke herunterhängen. 





Nach einer weiteren kleineren Pause und nach einer offiziellen Verabschiedung, gingen einige von uns noch mit zur ‚Eco sex walk‘ am Nachmittag. Wir waren zwar eher alle skeptisch und so extrem bin ich dann doch nicht, aber neben dem ganzen lustig sein, war es auch irgendwo interessant mal eine ganz andere Position kennen zu lernen.

Anfang

'Feeling nature', #a
#a

'Random Redheads', #a

Zu acht fuhren wir dann mit der letzten Direktverbindung zurück nach Essen. 

1.) Tipp: Unbedingt beachten, wenn ihr auf die Documenta wollt:
    • Erlaubt sind nur Taschen mit einer bestimmten Größe und diese dürfen nur an der Seite und NICHT auf dem Rücken getragen werden. 
    • Es gibt aber bei jedem Museum mindestens eine Garderobe.
    • Hier findet ihr nochmal meine Lieblingsfotos über Kassel.
    • Unbedingt 5 Tage einplanen oder öfter kommen.
2.) P.S.: #a steht für analog fotografiert
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